1095 Tage Abenteuer

1095 Tage Abenteuerurs

Neben der Theorie kam auch die Praxis am Informationstag der Berufsfachschule für Krankenpflege nicht zu kurz. OTA-Schülerin Katja Daineka (links) assistiert einer Besucherin beim Probe-Operieren von Gummibärchen.

Krankenpflegeschule gab Einblicke in Ausbildung - Kein Tag wie der andere

Den schulfreien Buß- und Bettag nutzten viele junge Menschen, um sich in der Berufsfachschule für Krankenpflege am Klinikum St. Elisabeth über verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten zu informieren. Bei Vorträgen, Führungen und vor allem in persönlichen Gesprächen erfuhren sie viel Neues über den abwechslungsreichen Beruf des Gesundheits- und Krankenpflegers, der seit kurzem auch mit einem Studium verbunden werden kann. Der Blick hinter die Kulissen war eine gute Hilfe bei der Berufswahl. Bei einem Praktikum im Klinikum könne er vertieft werden, lud Schulleiterin Lydia Edelmann-Füg die Besucher zum weiteren Schnuppern ein.

Die 17-jährige Gymnasiastin Corina aus Landshut interessiert sich für den Bachelor-Studiengang Pflege dual. Die Krankenpflege sei ein wichtiger Beruf. Sie halte es für sinnvoll, anderen Menschen zu helfen, erklärte sie ihre Vorliebe. Der duale Studiengang biete ihr die Chance, auch ihr Abitur - das sie 2018 machen wird - zu nutzen. Dass sie dank begleitender Ausbildung schon ein bisschen Geld verdiene, sei von Vorteil. Sie wolle nach der Schulzeit einmal raus aus Landshut kommen. Daher sei die Straubinger Krankenpflegeschule, die mit der Technischen Hochschule Deggendorf kooperiert, ihr Favorit.

Ellen ist 15 Jahre alt und besucht die zehnte Klasse des M-Zugs an der Ulrich-Schmidl-Schule. Sie kann sich vorstellen, einmal Gesundheits- und Krankenpfleger oder Operationstechnischer Assistent (OTA) zu werden. Beide Ausbildungen dauern drei Jahre oder 1095 Tage. Der Tag der offenen Tür in der Krankenpflegeschule gewähre einen guten Einblick in die Berufe. Gut fand sie, dass ihre Fragen an den Ständen beantwortet wurden.

OTA-Schülerin Katja Daineka (23 Jahre) erzählte, dass sie beim Informationstag vor einem Jahr Feuer fing für die Ausbildung: „Der Operationstechnische Assistent hat mich sofort angesprochen.“ Sie besuche die Berufsfachschule in Regensburg und sammle gerade praktische Erfahrungen in der Unfallchirurgie im Klinikum St. Elisabeth. „Hier ist kein Tag wie der andere“, schwärmt sie von der Ausbildung. An der Praxis gefällt ihr, dass sie im Operationssaal eng mit den Ärzten zusammenarbeitet und viel Verantwortung trägt.

Verantwortungsvoll ist auch die Arbeit des Medizinisch-technischen Radiologieassistenten (MTRA), den Interessenten bei einem Praktikum in der Klinik für diagnostische und interventionelle Radiologie am Klinikum kennenlernen können. Wie MTRA und OTA bietet die Gesundheits- und Krankenpflege Lydia Edelmann-Füg zufolge sehr gute Beschäftigungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel in den Bereichen Wundmanagement und Hygiene. „Die guten Perspektiven gelten auch für das duale Pflegestudium, das als neues Berufsfeld den künftigen Absolventen viel Gestaltungsspielraum gewährt.“

Aufgabe der Bachelor-Absolventen werde es sein, die Pflege am Bett auf wissenschaftliche Basis zu stellen. Das Studium befähige sie, eingefahrene Pflegeprozesse zu hinterfragen, neu zu organisieren und weiter zu entwickeln. Das Klinikum St. Elisabeth stehe voll hinter dem dualen Studiengang. Die Zusammenarbeit mit der TH Deggendorf sei sehr gut. Irgendwann werde es möglich sein, den Master auf das Studium aufzusatteln.

Die Möglichkeit, mit Lehrern und gleichaltrigen Schülern zu reden, kam bei den Besuchern des Informationstags gut an. Von der familiären Atmosphäre waren sie ebenso angetan wie von der hochmodernen Ausstattung der Berufsfachschule, zu der beispielsweise ein „Skills-Lab“ gehört - eine Simulationseinrichtung, um an einer Hightech-Puppe pflegerische Tätigkeiten zu trainieren. Weitere Informationen rund um Gesundheits- und Krankenpflege sowie duales Pflegestudium gibt es auf der Homepage www.gute-pflege-macht-schule.de. -urs-

 

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